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Gangland

GANGLAND
Gangland
Deutscher Titel: Gangland L.A.

USA 2000 - 78 min (gek. DF) - FSK: 16 USA: R

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Inhaltsverzeichnis

Credits

Besetzung:

Jared  (Costas Mandylor)
Derek  (Sasha Mitchell)
Alexis  (Kathleen Kinmont)
Lucifer  (Vincent Klyn)
Dr. Adams  (Tim Thomerson)
Officer Dunn  (Ice-T)
Officer Harris  (Coolio)
Angie  (Kristinna Loken)
Damien  (David DeFalco)
Sgt. Richards  (Sam J. Jones)

Crew:

Regie  Art Camacho
Drehbuch  David DeFalco
Kamera  Andrea V. Rossotto
Schnitt  Katherine Pienaar
Musik  Thomas Morse
Production Design  N.A.
Spezialeffekte  Ziad Seirafi (supervisor)
Produzent  David DeFalco
ausführender Produzent  Michael Feichtner
Produktion  Dominion International Inc.

Vorwort

Manche Filme machen’s einem echt nicht leicht. Gangland steht mittlerweile schon sicher über ein halbes Jahr hier rum - und ein echter Trash-Gourmet wie der Doc leckt sich bei DEM Ensemble verständlicherweise sämtliche verfügbaren Finger. Schließlich ist der Cast ungefähr das, was dem guten Albert Pyun ein feuchter Traum wäre (und ich wollte auch wirklich lange nicht glauben, dass der gute Albert tatsächlich nichts mit dieser Produktion zu tun hat, obwohl nun wirklich fast jeder, der auch nur zwei Sätze in diesem Film murmelt, seine einschlägigen Erfahrungen mit Pyun-Produktionen hat).

Klare Sache - der Film musste sofort in den DVD-Player wandern. Tja. Der Gedanke war schon mal ganz gut, nur leider hatte der Player was dagegen. Bei Produkten aus dem Hause Best Entertainment greift Kollege Scott doch gerne mal zum probaten Mittel des Selbstschutzes und verweigerte sämtliche Wiedergabefunktionen. Der Doc experimentierte einen ganzen Abend lang herum, kapitulierte letztlich vor der Technik und stellte die DVD mit einer Träne im Knopfloch zurück ins Regal, um sie dort wenigstens als Buchstütze o.ä. einer halbwegs sinnvollen Verwendung zuzuführen. Und da staubte sie dann über Monate vor sich hin.

Bis meinereiner gestern Abend die große Erleuchtung kam - seit neuestem haben wir hier doch einen fixen coolen neuen PC mit DVD-Laufwerk - da könnte man doch glatt mal probieren... Ein Mann, ein Wort, Power DVD gestartet und ab die Luzi. Ein Meisterwerk des Authoring kann die Scheibe nun allerdings wirklich nicht sein, denn auch mein treuer Rechner bzw. die Qualitätssoftware ließ sich nicht lumpen und zu immerhin drei Abstürzen hinreißen, bis ich den Film komplett im Kasten bzw. im Notizbuch hatte (bitte daher auch schon mal vorab keine spezielleren technischen Angaben im Review zu erwarten, ich hab den Film im Window-Modus und mit den Aktivboxen des Computers “genossen” - vielleicht irgendwie angemessen) - so richtig Fez macht das Filmkucken am Rechner trotz allem technischen Fortschritt nicht, da ist mir meine Glotze, mein Sofa und meine Dolby-Anlage dann doch deutlich lieber.

Egal, der Chronistenpflicht kann trotz der heftigen Gegenwehr der DVD genüge getan werden. Ob das dann wirklich so eine gute Idee war?

Inhalt

Die übliche Frage zu Beginn - was tun, wenn wir einen postapokalyptischen Actionfilm drehen wollen, unbedingt ein paar Takte zum atomkriegerischen Hintergrund ausführen wollen, aber nun mal beim besten Willen nicht James Cameron sind und ein paar Millionen für eine fetzige Effektsequenz verpulvern können? Na, dafür gibt’s zwei Möglichkeiten und Gangland nutzt sie gleich beide: zum einen den guten alten Erzähler (in Personalunion unser späterer Held) und die noch bessere und noch ältere Stock Footage. Während der zukünftige Hero den gewohnten Nonsens daherbabbelt (man kennt das ja, Atomkrieg, danach Chaos, Zusammenbruch staatlicher Ordnung, Gesetzlosigkeit, der “Abschaum” sammelt sich unter der Führung eines Gesellen mit dem possierlichen Namen “Luzifer” - auf den hat ihn seine liebe Mama bestimmt nicht getauft) und auch uns auch darüber informiert, dass eine Epidemie die Überlebenden dezimiert, die Gutmenschenfraktion in Phoenix, Arizona, versuche, eine “Armee” gegen die Gesetzlosen aufzubauen und ein gewisser Dr. Adams an einem Serum werkele, spult sich dazu Stock Footage aus dem Archiv der US-Armee ab - und zwar so ziemlich die ältesten (aber dafür immerhin echten) aufzutreibenden Atompilz-Aufnahmen, teilweise sogar noch in Schwarz-Weiß. Das macht einen volle Kanne überzeugenden Eindruck (so richtig Weird-Al-”Christmas at Ground Zero”-mäßig. Memo an Low-Budget-Filmemacher: wenn ihr nicht mal einigermaßen aktuell aussehende Stock Footage habt, lasst es bleiben und den Erzähler seinen Job ohne Bilder tun. Kommt irgendwie nicht gut, wenn über den dritten Weltkrieg geredet wird und dazu Kriegsschiffe aus dem Jahr 1937 und Kampfjets Baujahr 1950 gezeigt werden).

Ice-T und Coolio - das härteste Cop-Duo der Filmgeschichte (hm, allmählich beginne ich zu verstehen, warum Coolio die Comeback-Show als Schritt nach oben auf der Karriereleiter betrachtete

Wir schalten um in einen Studioset (dazu ganz unten ein wenig mehr) einer “runtergekommenen Häuserzeile” TM, die vermutlich zuletzt in Gangs of New York oder einer ähnlichen historisch angehauchten Produktion spielen durfte und, laut Einblendung, New York (wusst’ ich’s doch) am 25.5. 2010 darstellen soll. In der finsteren Ecke hält ein Polizeistreifenwagen an (sehr postapokalyptisch!) und die beiden vertrauenswürdigsten Bullen nach dem Maniac Cop und dem Psycho Cop steigen aus: Ice-”Copkiller”-T und “Gangsta’s Paradise” (und “Comeback-Show”) Coolio. Ok, Ice hat mittlerweile schon öfter auch Gesetzeshüter gespielt, aber dennoch ist dasi rgendwie inspiriertes Casting. Die beiden Officers haben am Straßenrand zwei zusammengesunkene Gestalten entdeckt - das eine ist ein Mädel mit entblößten Brüsten, auf die Großmeister Ice schon mal ein prophylaktisches Auge schiebt. Der andere ist ein krank aussehender Typ - der hat die “Pest” (was wohl die Epidemie in umgangssprachlicher Bezeichnung sein dürfte. Der echte “schwarze Tod” ist das wohl kaum). Ice möchte den Infizierten an ort und Stelle exekutieren, aber Coolio mag spielverderbend voice-of-reason spielen und lieber einen Krankenwagen holen. Juckt Ice herzlich wenig, er knallt den Kranken ab. Plötzlich grölt ein hergelaufener Straßenpunk was von, er wäre a) Luzifer und b) unbesiegbar. Ice scheint keinen Bock auf theologisch-philosophische Diskussionen zu haben und nietet den Amateur-Gottseibeiuns kurzerhand um. Jetzt platzt Coolio der Kragen - er bezeichnet seinen Kollegen als total durchgeknallt (womit er recht haben könnte), schließlich seien sie als Bullen dafür da, Recht und Ordnung wieder herzustellen und nicht einfach nur beliebig Leute umzuballern. Coolio echauffiert sich mächtig, bis Ices offensichtlich arg dünner Geduldsfaden reißt und er seinen Partner umballert. Yep, der Typ ist nicht ganz sauber. Jetzt trifft auch die angeforderte Verstärkung (unter der Führung von Sam “Da Man” Jones - auch ganz schön in die Breite gegangen, der Mann) an. Ice ist fix dabei, das gewalttätige Ableben seines Compadres den bösen Banden in die Schuhe zu schieben (Frechheit siegt), aber bevor das ausdiskutiert werden kann, zieht eine ganze Truppe Streetpunks auf, als sei’s der Dreh von Michael Jacksons “Bad”-Video. Da die Punks den Cops zahlenmäßig überlegen sind, ist Ice auf einmal gar nicht mehr so schießwütig und möchte gerne verhandeln. “Ich kenn die Typen, mit denen kann man reden,” ist sich unser Eismann sicher. Klar, mit denen kann man reden, solange man den Mund hält, und das geht tot am besten. Deswegen wird Ice kurzerhand abgeknallt, was den Startschuss zu einer Free-for-All-Schießer- und Klopperei gibt. Die Cops bekommen ihre kollektiven Hinterteile versohlt (weil der typische New Yorker postapokalyptische Straßenschläger bekanntlich Martial-Arts-Experte ist) - das Fernsehen überträgt (“Channel 15” - für eine Nach-Atomkriegs-Gesellschaft scheint’s da echt ziemlich aufgeräumt zu sein; so schlimm kann der Atomkrieg nicht gewesen sein, wenn New York sowieso noch steht, da auch noch die Polizei rumfährt und man sich mindesten fuffzehn TV-Sender leisten kann. Für manche Gegenden wäre das ein echter Fortschritt zum Status Quo, might give some third-world-dictator funny ideas). “Channel 15” sitzt übrigens in L.A. und berichtet den dortigen Einwohnern vom allgemeinen Verfall von Sitte und Anstand im Big Apple und vermittelt eine Warnung an die einheimischen L.A.-Gangs - wer sich “bei Gang-Aktivitäten” erwischen lässt, wird auf Sicht erschossen (harte Zeiten. Ob Graffitisprühen da auch schon gilt?).

Und natürlich hatte dieser ganze Prolog mit dem restlichen Film absolut nichts zu tun - Ice-T und Coolio waren wohl grad in der Nähe und hatten ‘ne halbe Stunde Zeit, um ihre “special guest appearances” zu filmen.

8.6.2010, Atlanta, Georgia, informiert uns das nächste Insert. Im Wohnzimmer seines Häuschens im Grünen forscht Dr. Adams (“Jack Deth” Tim Thomerson, in Ehren gealtert) mit seinen Reagenzgläsern aus dem Chemiebaukasten, bunten Flüssigkeiten (und dem komischen Embryo o.ä. in der Flasche, der sicher Gesprächsstoff bietet, wenn mal Besuch auf Kaffee & Kuchen vorbeischaut) fröhlich an seinem Impfstoff und ist spontan begeistert, weil er gerade Erfolg zu verzeichnen hat. Das Serum muss unbedingt sofort nach Phoenix, das Hauptquartier der verbliebenen Zivilisation, um reproduziert zu werden (kannst du das in deinem Wohnzimmer-Lab nicht, Pfeife?). Die ganze Familie (sprich: Tochter und Weibi) sollen mit, auch wenn der Weg nach Arizona quer durch Gang-kontrolliertes Territorium führt. Mrs. Adams mag deswegen auch gar nicht recht, aber Adams lässt den Familienpatriarchen raushängen. Dummerweise kommt die Adams-Family (har-har, auch einen billigen Kalauer nehme ich gerne mit) nicht wirklich weit, genauer gesagt, gerade mal auf die Veranda, wo sie von böse Gang-Members schon erwartet werden... dumm g’loffe.

Gestern noch Trancer-Jäger, heute am heimischen Chemiekasten - Tim Thomerson. Und was bitte schön ist das konservierte Ding in der Flasche rechts?

Daran müssen wir uns wohl gewöhnen - TV-Reporter Mark Kriski setzt uns für Channel 15 über weitere wichtige Entwicklungen in regelmäßigen Abständen ins Bilde. Mittlerweile ist der transkontinentale Verkehr zusammengebrochen und in Kalifornien das Kriegsrecht verhängt worden (der Gouvernator schnallt sich vermutlich gerade seine Wummen um).

26.6.2010, L.A. (wozu man sich die Mühe mit den Date/Place-Inserts macht, ist mir ein Rätsel, Bedeutung haben die jedenfalls nicht). In der ziemlich kaputten City (d.h. ein paar “zerstörte-Skyline”-Matte-Paintings und ein Highway, auf den man ein bissl Schrott wie Autowracks und Sofas verstreut hat - und trotzdem war das vermutlich das teuerste “Set” des ganzen Films) herrschen die Gangs und führen sich auf wie die üblichen Idioten in Mad-Max-Filmen; will meinen, sie fahren grölend und johlend auf ihren Trikes, in ihren Dune-Buggys und Beinahe-Monster-Trucks durch die Gegend und warten auf irgendwelche unschuldige Passanten, die sie zum Zeitvertreib massakrieren können. Trifft sich günstig, dass das gerade zwei kommen, Derek (Sasha Mitchell) und sein Bruderherz Joey. Derek ist gerade aus Phoenix zurückgekommen (was später munter konterkariert werden wird, aber ist ja auch egal) und wundert sich, dass L.A. etwas anders aussieht, als er es in Erinnerung hatte und schlägt während der munteren Fahrt über die mit allerlei Unrat verzierten Freeways (ist ein wahrer Slalom) vor, dass die ganze Familie nach Phoenix übersiedelt. Peinlicherweise verreckt Joey mitten in der üblen Gegend die Karre (der 64er-Irgendwas, der offenbar auch nach dem Atomkrieg noch einen Anlass für Stolz und Frohsinn darstellt - man sollte meinen, da hätte man andere Sorgen). “Nicht so schlimm,” meint Derek in akuter Verkennung der Sachlage, und schon ziehen die bösen Punks auf, aber nicht, um Pannendienst zu spielen. “Zu welcher Gang gehört ihr?” erkundigt sich der Anführer der Bande, der aber wohl auch eine leichte Sehschwäche hat, die beiden bieder-braven Jungs in ihren adretten Shirts und Hosen sehen ungefähr so nach Gang aus wie ein Briefträger (hm, andererseits, in Double Dragon gehörten die Postler durchaus zu den gefährlichen Gangs). Eine ganz besonders hässliche Blondine (mit Face-Tattoo, bäh) versucht, Joey in die Hose zu steigen, als der aber dankend ablehnt (eine Aufwallung guten Geschmacks!), ist das der Anlass für eine allgemeine Schlägerei, die Derek und Joey (besonders dank Dereks kickboxerischer Fähigkeiten) in Nullkommanix (vor allem wegen der Schnitte, gerade holt Derek noch aus, dann liegen auch schon alle Wegelagerer bewusstlos auf der Straße) für sich entscheiden.

Die Bösen allerdings bekommen Verstärkung und ein Shoot-out schließt sich an - Derek und Joey können zurückballern, da sie sich der Waffen ihrer vorherigen Kontrahenten bedienen können. Während Joey hinter einem (äußerst geschmacklosen) Sofa Deckung bezieht, versucht Derek irgendwohin zu rennen (wohin genau, würde mich schon interessieren). Spektakuläre Stunts en gros werden serviert: ein Gang-Blödmann schraubt sein Trike gegen das Sofa, ein anderer ranzt ein schnell startklar gemachtes führerlos herumstehendes Auto gegen Joeys Karre (Pyrotechnik! Boah!). Letztendlich werden unsere Brüderchen umstellt. Und da tritt ER auf, der Oberkäse schlechthin, der Große Beherrscher der Gläubigen TM, soweit es seine Gang angeht - Luzifer persönlich! Luzifer sieht ungefähr so aus, als wäre Vincent Klyn vom Cyborg-Set rübermarschiert und hätte das Abschminken vergessen (abgesehen von den roten Kontaktlinsen, an die ich mich aus Cyborg jetzt spontan nicht erinnere). Sein grandioser und von seinen Anhängern umjubelter Auftritt in Heldenpose (dank eines Fahradsattels, der auf die Ladefläche eines Pick-ups montiert wurde) ist eines echten Superschurken aber locker würdig (I’m being ironic again, gelle?) - so ‘ne Art Mischung aus Rammstein-Performance und Wrestler-Ring-Entrance. Luzifer steht nach Entertainment der Sinn und deswegen will er einem der beiden Gefangenen die Kehle aufschlitzen. Die Wahl fällt auf Joey (Derek macht mit seinem ergreifenden “Neeeeeeiiiin” Johnny “Goodboy” Tyler aus Battlefield Earth Konkurrenz. In der FSK-16-Fassung dürfen wir davon natürlich nix sehen (aber wir entnehmen sowohl Dereks späteren Schilderungen, dass Joey auch noch zusätzlich “abgefackelt” wurde. Wie gemein!).

Wir präsentieren: den aufwendigsten Effektshot des Films. Das ist FAST auf einem Level mit "Independence Day", oder?

Nach weiterem TV-Blabla, in dem eine Stellungnahme des L.A.-Polizeichefs vorgelesen wird, wonach die Gangs überhaupt gar kein Problem darstellen (nie nicht, haben wir ja gerade gesehen) schalten wir um in einen Knast. Ist nicht die übliche Besserungsanstalt, das merken wir an mindestens zwei Fakten - zum einem am extrem tätowierten Kerl, der mit nacktem Oberkörper und Schlagstock in der Hand den Zellenblock patrouilliert, zum anderen daran, dass relativ wenig Gefängnisse dieser Welt gemischtgeschlechtlich sind (und zum dritten, weil selbst Dritte-Welt-Frauenknäste ihren Gefangenen Kittel spendieren und sie nicht barbusig in den Zellen verstauen). Neben einer etwas verdroschen aussehenden (und ebenfalls zeigefreudigen, if you catch my drift) Schnecke wird auch Derek eingeliefert. Damit ist klar: Luzifer hält sich hier zum Privatvergnügen ein eigenes Gefängnis. Jeder braucht seine Hobbys. Derek randaliert in seiner Zelle und schreit den unbeeindruckten Gang-Wärtern diverse Verwünschungen an den Hals, bis es seinem Zellennachbarn (der vermutlich ruhiges Einzelzimmer gebucht hat) zu bunt wird und ihn zum Klappehalten auffordert, denn dann nimmt er Derek vielleicht sogar mit auf seiner heute anstehenden Flucht. Der Ausreisewillige ist niemand anderes als Costas Mandylor, unser nominell topgebillter Star (der sich doch schon nach gut 20 Minuten die Ehre gibt), hört hier auf den Namen Jared und weiß, dass Flucht auch ziemlich Not tut, weil Luzifer jeden Tag zwei seiner Gefangenen exekutieren lasse, und, wie’s der Zufall so will, die nächsten Todeskandidaten seien eben er und Derek (erstens mal - woher er das weiß, ist schon mal Grund genug für wüste Spekulationen; okay, die Tatsache, DASS Gefangene exekutiert werden, kriegt man sicher im Laufe der Einkerkerungszeit mit, zur Not kann ich ihm sogar noch abkaufen, dass er weiß, selbst dran zu sein, aber welche gute Drehbuch-Fee hat ihm erzählt, dass Derek sein Mithinzurichtender ist? Der wurde ja gerade erst angeliefert. Und welchen Sinn macht es, Derek in den Knast zu schleifen, um ihn ein paar Stunden später doch zu killen? Hätte Luzifer auch gleich auf der Straße machen können. Those super villains, immer mit einem Hang zum Dramatischen). Jared hat dafür auch einen Plan.

Dieser Plan ist höchst elaborat und erfordert die Geistesleistung mehrerer Nobelpreisträgerbrägen: Jared und Derek warten, bis sie von den Wärtern zur Hinrichtung abgeholt werden und polieren ihnen, nach einem kurzen Wort der Ablenkung, die Visagen. Boah, und das hat Jared sich ganz alleine ausgedacht? Ein Stratege vor dem Herrn. Unsere Helden befreien die restlichen Gefangenen, die sich sofort im Zellenblock mit den hereinströmenden Gang-Thugs einen munteren Ringelpiez mit Anfassen liefern. Jared, elender Held, der er ist, findet noch Zeit, um einem Gang-Typen (der schon vorher mit im Straßenkampf mit Derek prominent vertreten war), der gerade mit drei hübschen gefangenen Schnuckis ein bissl good friendly violett fun haben will, einen Sleeper Hold zu verpassen, bevor er sich mit Derek in das nächstbeste Auto schwingt und sich auf dem Gefängnishof eine extrem aufregende Verfolgungsjagd zunächst mit einem Trike, dann mit einem der Pseudo-Monster-Trucks liefert (aufregend deswegen, weil die entsprechende “Jagd” mit ungefähr maximal 40 km/h absolviert wird - mehr geben die beengten Verhältnisse nicht her). Luzifers Schergen schließen das Gefängnistor (hm, vielleicht wäre es eine gute Idee, das Tor by default geschlossen zu halten!), Derek und Jared huschen gerade eben noch so durch die zuklappenden Torflügel, die Verfolger sind die Angeschissenen (als Luzifer würde ich mich nach neuem Personal umsehen. Seine Leute sind ja wohl absolut unfähig).

Immerhin - Luzifer ist wirklich sauer und befiehlt seinem Recht-Hand-Mann Damien, die Geflüchteten zu killen, bis auf Jared, den hätte er, aus unerfindlichen Gründen, die sich auch im weiteren Filmverlauf nicht klären werden, gerne lebend.

Premiere: ich glaube, dass ist die erste unbedeckte Frauenbrust bei badmovies.de!

Unser Freund und Fernsehreporter Mark Kriski bekommt indessen die Gang-Gewalt persönlich zu spüren, als er und sein Team (vor stets der gleichen Häuserzeile... der investigative Journalismus ging auch schon mal weitere Wege auf der Suche nach der Story) ein paar Schläger dabei filmen, wie sie einen Passanten vermöbeln.

Derek und Jared machen irgendwo in der Prärie Brotzeit. Derek würde gerne wissen, wohin die Reise geht, aber Jared will’s nicht ausspucken. “Du musst mir vertrauen!” “Mein Vertrauen muss man sich erarbeiten,” nölt Derek, der scheinbar vergessen hat, wer ihn (mit welch blödem Plan auch immer, aber es hat ja geklappt) aus Luzis Privatknast geholt hat - Jared erinnert auch postwendend daran (Sasha Mitchell macht dazu sein patentiertes dummes “Eine starke Familie”-Blödel-Gesicht).

Luzifer geht dieweil den angenehmeren Seiten des Tyrannenlebens nach - er hat so ein Faible für asiatische Beauties und lässt sich gerade eine neue fernöstliche Schönheit zuführen. Die ist weniger begeistert von ihren Zukunftsaussichten als die andere Matratze, äh, Mätresse des großen Führers, die sich opportunistisch zeigt und dem anderen Mädel, das zudem noch ihre Schwester (! Zufälle gibt’s) ist, den guten und gesundheitsförderenden Rat gibt, gute Miene zum bösen Spiel zu machen, die Fluchtchance ergäbe sich dann zwangsläufig irgendwann (gewagte Hypothese, Miss Asia).

Nach einer weiteren TV-Einblendung (der gute Mark Kriski beginnt mir langsam, aber verdammt sicher auf den Zeiger zu gehen, es gehen sicher zehn Minuten Laufzeit an diesen komischen Newscaster-Segmenen drauf), blenden wir zurück zu Jared, der endlich seinen tragischen Background (hey, ohne geht so was nicht, ist doch klar!) aufoktroyiert bekommt, und zwar elegant per Flashback. Da saß Meister Jared mit Frau und Kind auf der Veranda, als plötzlich, warum auch immer, Luzifers Gehülfe Damien auftaucht und sich das kleine Töchterchen schnappt. Das er dann mit dem Maderl und auch Frau Jared ein paar unsympathische Dinge anstellt, bleibt in der gekürzten Fassung unserer schmutzigen Fantasie und ein paar klarifizierenden Dialogzeilen später vorbehalten. We get the point, though.

Reporter Kriski unterrichtet uns darüber, dass mittlerweile Ebola ausgebrochen sei (ist das jetzt die Seuche, oder ‘ne andere, zusätzliche?). Der gute Forscher Dr. Adams spielt indessen wieder mit seinem Chemiekasten, nur jetzt auf Rechnung von Luzifer - der hätte das Serum nämlich gerne exklusiv für seine Leute (“die sterben”, wie er sich ausdrückt... Hm, würde ich an meiner Stelle nicht groß rumposaunen), und hat deswegen Adams’ Familie eingekäscht, damit der Herr Wissenschaftler motiviert ist, für die Achse des Bösen zu arbeiten. Und das ganze bitte etwas prontissimo und nicht so lahm wie alter Sack Adams das betreibt.

Jared und Derek sind an einem Teich angekommen, wo Derek sich durstig laben will, aber Jared verbietet es - das Wasser sei kontaminiert (ist ja auch nett, dass wir angesichts der blühenden Landschaften mit Blümchen, grünen Wiesen und Auen etc., uns mal wieder daran erinnern, dass wir uns eigentlich in einem Nachatomkriegs-Szenario befinden). Wo’s kaltes, klares Wasser gibt, weiß Jared aber - man wird nur darum kämpfen müssen. Unter dem nächsten Baum finden unsere Helden eine schlafende (oder bewusstlose oder einfach dekorativ rumliegende, ist nach dem Big Bang vielleicht usus) Frau und beschließen relativ unbürokratisch, die Schnepfe mitzunehmen (klar, Ballast macht sich immer gut).

Luzifer dieweil macht Damien zur Schnecke, weil die Flüchtigen immer noch flüchtig sind, und köpft aus purem Spaß anner Freud einen Gefangenen (bzw. lässt köpfen, nachdem er den Delinquenten vorher noch symbolisch zum Ritter geschlagen hat. Zumindest gehe ich davon aus, dass geköpft wird, aber in einer gekürzten Fassung darf man solche Dinge bekanntlich zumeist raten).

Eine kurze Frage: Ist Vincent Klyn cool oder ist Vincent Klyn cool? Antworten bitte per e-mail an das badmovies.de-HQ!

Das Jared bekannte Wasserreservoir ist ein Vorratsschuppen der Luzifer-Bande, die dementsprechend auch bewacht wird. Leider (für Luzi) scheint er dort seine letzten Versager auf Wache zu stlelen, denn unsere zwei Steroid-Monster Jared und Derek (ist immer schön in den zahlreichen SlowMos zu bewundern, dass die beiden vor lauter Kraft kaum laufen können) machen mit den Fiesmännern relativ kurzen Prozess, klauen Vorräte und ergreifen die Flucht (das Fluchtauto steuert nun das Frauenzimmer, das zwei Minuten vorher noch im Halbdelirium auf’m Rücksitz rumlungerte - ich würd’ die ja nicht fahren lassen...). Aus mir unbegreiflichen Gründen sind Jared und Derek der Ansicht, dem Weibsstück namens Alexis jetzt etwas schuldig zu sein (ich weiß nicht, ob die zwei Sekunden, die J & D dadurch gewonnen haben, dass Alexis mit laufendem Motor abfahrtbereit zur Flucht fertig war, anstelle mal eben einzusteigen und den Schlüssel umzudrehen, wirklich von so entscheidend lebensrettender Bedeutung waren), aber Alexis wehrt ab: “Ihr seid mir nichts schuldig, ich euch aber auch nicht!” Und zwecks Erläuterung ihrer persönlichen Issues mit Luzifer und seinen finsteren Mordbuben erklärt sie, dass die Gang ihre Schwester gekillt habe. Flashback-Time...

Alexis und ihre Schwester Angie (T-X Kristinna Loken herself) sitzen zuhause rum. Angie ist an der Seuche erkrankt und damit dem Tod geweiht - Alexis will, dass Angie sie irgendwohin, wo’s besser leben ist, begleitet, aber das realistische Schwesterlein mag nicht und schenkt - schwer symbolisch - Alexis die Halskette ihrer Mutter. Bevor mehr herzergreifender Hirnschwund sich abspielen kann, kommt die Gang zum Spielen vorbei, schließlich kann man zwei knusprigen Blondinen, auch wenn die eine verseucht ist, kaum widerstehen. Die Schwestern schwingen sich in ihr Auto, was uns erfreulicherweise eine weitere Verfolgungsjagd mit 30 km/h ermöglicht (und uns erkennen lässt, dass das Produktionsbudget an Gang-Vehikeln ziemlich genau für 1 Trike, 1 Buggy und ein weiteres Fahrzeug gereicht hat). Alexis (ich wusste, dass ich die nicht fahren lassen würde) schraubt das Auto gegen einen Baum, zwar bleiben die Schicksen noch unverletzt, aber das ändern die Bösewichter schnell, indem sie Angie plätten - wie Alexis der ganzen Angelegenheit entkommt, bleibt ungeklärt.

“Was ist aus dieser verfluchten Welt geworden?” seufzt Alexis, back in the present. “Die Hölle,” philosophiert Jared, “und ihr Anführer ist Luzifer!” Und daran möchte Jared gern was ändern - keine Ahnung, wie, aber er weiß, dass Luzifer Adams gefangen hält und dass letzterer an einem Anti-Seuchen-Serum fummelt. Adams möchte er gern befreien und Luzifer dabei umbringen (schön, dass Derek auch endlich erfährt, was Jared vor hat - da wäre er vielleicht lieber in Luzis Knast geblieben). Alexis will sofort mitmachen. Jared grübelt: “Du hast uns einmal gerettet...” (und ich frag mich immer noch, was daran so toll war) und ist einverstanden..

Luzifer ist mittlerweile mächtig angefressen - Damien hat die beiden Kerle immer noch nicht dingfest gemacht. Der Oberbösmann räumt seiner rechten Hand noch eine letzte Chance ein, wenn’s dann immer noch nicht geklappt hat, will Luzifer die Sache persönlich übernehmen (man kennt das ja, wenn man will, dass etwas richtig gemacht wird, muss man es selber tun) und Damien abmurksen. Damien ist total bedröppelt, dass sein Chef ihm so böse Worte an den Kopf wirft: “Wir sind doch eine Familie”, heult er rum. “Das ist auch der einzige Grund, warum du noch am Leben bist,” knurrt der fiese Möchtegernhöllenfürst, der die üblichen Handbücher “Personalführung für fiese Schurken” wohl gelesen hat.

Kathleen Kinmont macht gerade KREISCH, weil nicht sie, sondern Kristinna Loken in T3 mitspielen darf...

Zum Glück für unsere Helden hat Jared vor seiner Gefangennahme durch Luzis Gesellen (wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass Jared einsaß, verrät uns auch keiner) ein Waffenlager angelegt, in dem sich unsere Freunde munter eindecken, u.a. ist auch eine “Bombe” zu finden (die sieht zwar mehr so aus, als wäre sie maximal der Zündmechanismus einer Bombe, da maximal zigarettenschachtelgroß und mit einem einzigen roten Glühbirnchen versehen). “Bomben töten keine Menschen, Menschen tun es,” rezitiert Alexis mit leichter Abwandlung den ältesten aller nie-lustig-gewesenen-Sprüche, ist begeistert über den Knallfrosch und äußert sich dahingehend, dass eine Patriot-Rakete im Vergleich dazu ein Feuerwerkskracher sei (vielleicht sollte jemand die Autoren unterrichten, dass Patriot-Raketen auch nicht dazu gedacht sind, größere Zerstörungen anzurichten. Das sind Abfangraketen, ihr Trottel, die müssen nicht viel mehr als treffen! Argh, jetzt bin ich schon Pazifist und kenn mich trotzdem besser in Waffentechnik aus). Jared ist erfreut, dass Alexis wie er eine Kriegsveteranin ist, man tauscht sich kurz über Stationierungen und Kommandeure aus (was weder dem Zuschauer noch der Handlung irgendwie weiterhilft) und ist zuversichtlich. Mehr als Adams befreien und Luzifer zu killen müsse man ja nicht erreichen. Derek ist skeptisch (der Mann wird mir sympathisch).

Luzifer amüsiert sich (eher weniger) mit seinen asiatischen Haremsdamen - die jüngere Schwester (das “Greinmeichala”, wie man in meiner Heimat sagt, oder, für Nordlichter verständlicher “Heulsuse”) kann auch noch nicht mal vernünftig ein Tablett mit Happa-Happa apportieren. Die opportunistische Schwester versucht, sie zu beruhigen. Whatever.

Jared, Derek und Alexis positionieren sich vor Luzifers Palast (eine abgewrackte Ex-Villa, in der der Cheffe selbst in einem Open-Air-Thronsaal residiert, aber es passt zu seinem Outfit). Luzifer fällt Adams auf den Wecker und räumt ihm eine letzte 24-Stunden-Frist ein, den fertigen Impfstoff zu präsentieren. Mit dem Impfstoff sei er nämlich unbesiegbar (hm, so ganz mag sich mir der Zusammenhang nicht erschließen), “dann bin ich Gott! Muhaawaahaaa!” Ooookaaaaaaay... Und weil er gerade Zeit hat und lustig drauf ist, zeigt Luzifer einem x-beliebigen seiner Henchmänner noch seine größte Errungenschaft, seine Geheimwaffe!

Ja, Luzifer ist nicht nur irgendein hergelaufener Punk, der durch das Prinzip der größten Keule und des besten Dachschadens zum Oberhoncho aufgestiegen ist, nein, er ist selber auch ein Forscher und Wissenschaftler (wieso kann er dann nicht Adams’ Werk selbst komplettieren? Adams hat doch gerade gesagt, das Serum müsse “nur noch” fermentieren, dafür braucht’s doch sicher keinen Nobelpreisträger!). Und als solcher hat er einen Superkämpfer gezüchtet, geklont aus der DNA der größten Kämpfer aller Zeiten! Das Ding sieht aus wie eine steroidsüchtige Mischpoke aus Frank-Zagarino-zu-Shadowchaser-Zeiten, dem Nuclear Man aus Superman IV und Rocky Horror (und ich bin echt begeistert, dass Klone werksseitig mit schicken Tattoos ausgeliefert werden! Modisch!) - also auch ungefähr so blond. Luzifer hat seinen Teufelsbraten auf den schicken Namen “Hellion” getauft (I feel scared already!). Luzi haut seinem noch in Stasis liegendem Geschöpf eine Spritze Steroide (ich wusste es) für “perfekte Muskelentwicklung” rein - Things I’ve learned: nach einer Steroidinjektion wird die Haut halbtransparent und man kann Knochen und Muskeln erkennen - und dann erwacht das Geschöpf auch schon. “Meine Kreatur! Sie lebt! Muwaaahaaahaa,” freut sich Luzifer, wie es der bekloppteste Dr. Frankenstein nicht besser gekonnt hätte.

So sieht´s bei Hellion untendrunter aus - eine der mir etwas rätselhafteren Trickaufnahmen dieses Werks...

Die Helden schreiten dieweil zum Angriff - Derek und Alexis feuern aus allen Rohren, damit Jared unbemerkt reinschleichen kann (ein weiterer dieser hochkomplexen Pläne, die man sich kaum merken kann). Luzifer ist ob der Attacke eher amüsiert: “Sie wollen Spielchen spielen? Dann lasst die Spiele beginnen!” Insert Big Action Scene here. Derek und Alexis prügeln und ballern wild um sich, Jared schleicht sich zu Dr. Adams und will dem verblüfften Wissenschaftler zur Flucht verhelfen. Gefällt nur dem Genossen Hellion nicht wirklich, der sich grunzend und mit purer Körperkraft Jareds ungeteilte Aufmerksam verschafft und ihn relativ unproblematisch ins Land der Träume schickt.

Derek und Alexis haben dieweil den taktischen Rückzug angetreten. Derek macht sich Vorwürfe, Jared so einfach zurückgelassen zu haben und will umgehend zur nächsten Runde antreten, am liebsten alleine, aber das kommt Alexis gar nicht in die Tüte.

Jared hängt rum - die bösen Buben wollen ihn nicht nur einfach umbringen, sondern auch noch ein wenig foltern, und dafür fühlt sich Damien zuständig, ist ja auch was dran, er hat ja schon Jareds Weib und Kind gemacht, und man soll ja zu Ende bringen, was man mal angefangen hat (was dem Doc bei seinen Reviews zur Zeit ein wenig schwer fällt).

Derek spielt an einem Radio rum und bekommt eine Nachrichtensendung rein, laut der L.A. von den New Yorker Gangs eingenommen worden wäre (woah, dann haben die mal eben den ganzen nordamerikanischen Kontinent erobert, oder sind die mit der U-Bahn nach L.A. gefahren?). Dann erläutert er seinen grandiosen Plan, den er sichtlich bei der Jared-School-of-Strategic-Thinking abgekupfert hat: “Wir warten bis es dunkel wird, dann gehen wir rein!” Selbst Alexis fällt auf, dass das nicht unbedingt “Plan” zu schimpfen ist und wirft ein, dass man wohl schwerlich zur Vordertür rein gehen könne. Genius Derek hat dafür natürlich schnell die passende Lösung gefunden: “Dann gehen wir hinten rein!” (Wow! Welch Geistesleistung!). Alexis nölt immer noch rum, mitkommen zu wollen, weil sie besser schießen könne als er, schneller und beweglicher sei. Außerdem hat sie noch die Bombe, die Derek jetzt rätselhafterweise als Handgranate bezeichnet (okay, das Ding sieht ungefähr genauso nach Handgranate aus wie nach Bombe, nämlich gar nicht...). Alexis stellt noch eine Bedingung: sollte ihr toller Plan wider Erwarten nicht aufgehen, wäre es besser, Luzifer samt Impfstoff mit der Bombe in den Orkus zu jagen, anstatt das kostbare Serum in die Hände des Madman fallen zu lassen (toll, die Rettung der Menschheit vernichten, nur weil man mit Luzi eine persönliche Rechnung offen hat? Ich hoffe, ich werde nie von Menschen wie Alexis abhängig sein), denn es sei besser, das Serum zu zerstören als von “solchen Kreaturen” wie Luzifer unterdrückt zu werden (erzähl das einem dahinsiechenden Seuchenopfer, Mädel). Derek erkennt, dass er sich auf eine Selbstmordmission eingelassen hat (wenn man halt auf Frauen hört...).