Willkommen!
 

Cabin Fever

CABIN FEVER
Cabin Fever
Deutscher Titel: Cabin Fever

USA 2003 - 92 min - USA: R UK: 15

Shortcuts:

Inhaltsverzeichnis

Credits

Besetzung:

Paul  (Rider Strong)
Karen  (Jordan Ladd)
Bert  (James DeBello)
Marcy  (Cerina Vincent)
Jeff  (Joey Kern)
Deputy Winston  (Giuseppe Andrews)
Old Man Cadwell  (Robert Harris)
Tommy  (Hal Courtney)
The Herm</i>bnbsp_(Arie Verveen)
Dennis  (Matthew Helms)

Crew:

Regie  Eli Roth
Drehbuch  Eli Roth, Randy Pearlstein
Kamera  Scott Kevan
Schnitt  Ryan Folsey
Musik  Nathan Barr, Angelo Badalamenti
Production Design  Franco-Giacomo Carbone
Spezialeffekte  KNB EFX Group Inc.
Produzent  Evan Astrowsky, Sam Froelich, Lauren Moews, Eli Roth
ausführender Produzent  Susan Jackson, Jeffrey D. Hoffman (co)
Produktion  Black Sky Entertainment, Deer Path Films, Down Home Entertainment, Tonic Films LLC

Vorwort

Horrorfilmfreunde sind anders als andere (beinahe hätte ich “normale” geschrieben) Menschen - wenn in irgendeinem anderen Genre die Ankündigung für einen neuen Film die Runde macht, ist die Reaktion zumeist ein “ah ja, so, na und?”, während Horrorfilmfans, kaum ist ein neuer Titel, ein neues Artwork, ein Zwei-Satz-Exposé bekannt, sofort in den Modus sabbernder Erwartung umschalten und dem Release-Date entgegenfiebern (um in breiter Masse dann doch den Kinobesuch sein zu lassen und auf die DVD zu warten, denn “boah, die is ankatt...”) - sprich: wenn ein neuer Horrorfilm andeutet, am Ende sogar eine Kinoauswertung zu erhalten, ist das noch ein echtes Event.

Ungefähr vor zwei Jahren begann in der einschlägigen Szene der Hype um Cabin Fever. Der Streifen lief wohl recht erfolgreich beim Toronto Film Festival, wurde zum Gegenstand eines handfesten Bidding Wars zwischen nicht weniger als sieben Distributoren (die, mit Ausnahme von Lion’s Gate, die letztendlich den Zuschlag erhielten, in den Jahren vorher das Script allesamt dankend abgelehnt hatten, bis Eli Roth und seine Freunde die Schnauze voll hatten und den Film zu einem Schmalhans-Budget von 1,5 Mio. Dollar auf eigene Faust realisierten) und, aufgrund des zugegeben recht neugierig machenden Posterartworks, zu einem der Ereignisse (neben Freddy vs. Jason und House of 1000 Corpses), auf das die Horrorgemeinde hinfieberte. Die glücklichen Menschen, die ihn schon gesehen hatten, ließen sich in Internet-Foren lang und breit darüber aus, dass Cabin Fever mindestens der nächste Evil Dead sei, blutig, brutal, scary as hell etc. pp. Der Buschfunk trommelt sogar den Fakt, dass Peter Jackson nicht weniger als dreimal die Dreharbeiten am Herrn der Ringe unterbrach, um seiner Crew Cabin Fever vorzuführen (was auf jeden Fall stimmt: Peter Jackson lieferte einen enthusiastischen Quote fürs Plakat). Auch im Kino erwies sich der Streifen als moderater Erfolg (bezogen aufs Budget ist ein US-Einspielergebnis von 22 Mio. Dollar durchaus als “profitabel” einzustufen) - jedoch das “word of mouth” nach dem offiziellen Kinostart Mitte 2003 war im Vergleich zum Vorab-Rummel eher zwiespältig.

Als die Forums-Regulars Desty, Razor et moi nun im Vorlauf des Board-Treffens durchs Videodrom stöberten und uns eigentlich schon Freddie Rays Deep Space ausgekuckt hatten, fiel uns plötzlich und unerwartet die UK-DVD von Cabin Fever vor die Glotzbuchten. Drei Sekunden später hatten wir umdisponiert - schließlich: sollte es den nächsten Sam Raimi zu entdecken geben, wollen wir ja von Anfang an dabei sein, oder?

Inhalt

Also auf in die telegenen Wälder North Carolinas, wo wir einem Trapper dabei zusehen, wie er einen toten Hasen durch die Gegend schleppt (Wilderer! Ich bin empört!), bis er an seiner Hütte ankommt (eh, also, ehrlich, ich bin kein Handwerker, aber ich glaube, ich könnte mir etwas, eh, hüttenähnlicheres basteln). Vor der Türschwelle liegt des Trappers Köter und ist erkennbar tot. Unser Trapper aber bemerkt dies nicht wirklich, versucht ihn den Wuff mit der Aussicht auf leckeren Hasenbraten zu locken und staunt Bauklötze, dass das Vieh sich nicht rührt (gut, zugegeben, mein Hamster “Hamster” lag auch zwei Tage tot im Terrarium, bis ich schnallte, dass es doch etwas auffällig ist, dass der sich nicht mehr bewegt...). Ist auch nicht wirklich verwunderlich, denn als der Trapper mal probehalber ‘ne Pfote des Kläffers anhebt, kann er das Tier aufklappen wie einen 3-D-Bildband “Hundeanatomie für angehende Veterinäre”. Schplodd!

Anderswo ist die gesetzlich vorgeschriebene Meute doofer Teenager (warum sind die Protagonisten in Horrorfilmen eigentlich immer die Sorte Teenager, mit denen man im zielgruppigen Alter bestimmt nix zu tun haben möchte und nicht mal solche, mit denen man sich identifizieren könnte?) auf dem Weg zu ihrer Woche Abenteuerurlaub in einer einsamen Wald-Hütte (Randy-aus-Scream-Gedenk-Joke: “Einmal Evil Dead ansehen würde alles vereinfachen!”). Die Gruppe ist fünf Mann bzw. Frau stark und besteht aus Jeff (Typ blonder Schnösel), Bert (Typ blöder Penner), Paul (Typ Weichei), Marcy (Typ sexgeile Schlampe, aber erstaunlicherweise nicht das Blondi!) und Karen (Typ leicht naives Blondchen) - es ist immer wieder schön, wie man innerhalb von fünf Sekunden die kompletten notwendigen Charakterisierungen vornehmen kann. Marcy gibt aus dem Pick-up-Fenster noch einem arglos am Straßenrand rumstehenden Jungen den guten Ratschlag, ja nicht aufs College zu gehen, dann düsen sie auch schon los. Marcy bemüht sich, dem am Steuer sitzenden Jeff schon während der Fahrt in die Hose zu steigen, Karen und Bert ratzen an Pauls jeweiligen Schultern.

Gestern noch auf der Brücke bei Space Mutiny, heute schon in den Backwoods der Südstaaten...

Am letzten Redneck-General-Store vor der Pampa wird eine Pause eingelegt. Auf der Veranda vor dem Laden sitzt ein blonder Junge namens Dennis - Paul will nett sein, setzt sich zu ihm auf die Verandaschaukel und wird in die Hand gebissen. Dennis’ Paps schreitet mit Baseballkeule bewaffnet zur operativen Trennung der beiden und macht Paul heftige Vorwürfe: “Jeder weiß doch, dass man sich nicht neben Dennis setzen darf!” “Vielleicht solltet ihr ein Schild anbringen”, grummeln unsere Teenies zurück und Jeff, der ersichtlich eine Karriere als Jurist vor Augen hat, warnt den Herrn schon mal vor eventuell eintrudelnden Millionenklagen. Bert sieht das alles ein wenig pragmatischer: “Cute kid!” Während Paul sich am Teich hinterm Haus (hochgradig steril, vermute ich) die Wunde wäscht und sich mit ein paar Kötern anfreundet, bewundern die restlichen Urlauber nicht nur den ungefähr achtundneunzigjährigen Shop Owner, sondern auch dessen tolle Sammlung alter Flaschen (womit man alles Stadtmenschen beeindrucken kann), u.a. gefüllt mit “Fuchspisse”. “Wofür ist die?” - “Für Füchse”. “Und das Gewehr?” “Das ist für Nigger!” Nachdem das geklärt ist, haben’s unsere Freunde doch ein wenig eiliger mit dem Einkaufen von Booze & Fressalien, auch wenn der alte Tattergreis noch überfreundlich schöne Ferien wünscht. Bert ist blöde genug, einen Schokoriegel zu klauen, wird aber ertappt: “Sag mir einen guten Grund, warum man einen Schokoriegel klaut?” “Hmm... der Nugat?” Geschmacksfrage, würde ich sagen. Erstaunlicherweise wird Bert von den Rednex nicht an Ort und Stelle exekutiert.

Nach dem üblichen Geplänkel in den Wäldern (Weg ist nicht auf der Karte, Karte ist sowieso die falsche usw.) erreicht die Fünferbande tatsächlich die gemütliche Hütte. Jeff und Marcy verlieren keine Sekunde und stürzen sich sofort zum fröhlichen Ficki-Ficki in die Schlafstadt. “Safe sex”, kann Paul da nur noch wünschen, bevor er sich mit Karen zum nahen See aufmacht. Bert hat sein Gewehr geschultert und will Eichhörnchen jagen. Warum? “Weil sie schwul sind”, kunftet Bert aus, relativiert das aber aufgrund Karens angewidertem Gesichtsausdruck: “Ich erschieße sie, egal ob sie hetero oder schwul sind!” Na, wenigstens hat der Kerl keine Vorurteile...

Uns Paule hat ein Problem - seit der siebten Klasse steht er mächtig auf Karen, hat’s aber in all den Jahren nicht geschafft, ihr das irgendwie zu vermitteln (Loser!). Auf dem Weg zum See versucht er in üblicher Umstandskrämerei auf diesen Punkt zu sprechen zu kommen, stößt aber auf wenig Interesse. Jeff und Marcy treiben’s wie die Karnickel (und probieren interessante Stellungen aus: er auf’m Bauch unten, sie oben drauf. Hm, was könnte man DA treiben? Na? Na?). Paul und Karen sonnenbaden auf einen Floß - sie erzählt eine Story, wonach sie ekligerweise von einem alten Familienfreund geküsst worden wäre, worauf Paul seine Chancen schwinden sieht, aber Karen versichert ihm, dass das “eklig” nicht daran lag, dass sie den Typen schon lange gekannt habe, sondern an dem Typen selbst. Tatsächlich schafft es Paul, seine Lippen auf die ihren zu drücken, aber der ernsthaften Zungenspielereien entzieht sich Karen durch einen beherzten Jump ins kalte Nass. Paul, du bist ein pathetischer Loser.

Campfire Tales, die 328. - manche Ideen werden echt nieeee alt...

Aus keinem speziellen Grund entzündet Bert, im Einklang mit allen Waldbrandverhütungsvorschriften, das Lagerfeuer und wandert dann wieder zum Squirrel-Totschießen ab. Tatsächlich spottet er etwas Killbares durchs Unterholz krauchen und drückt ab, doch das, was er auch wirklich trifft (erstaunlich genug) ist kein Eichhörnchen, sondern unser trappender Eremit vom Prolog, der irgendwie nicht ganz frisch aussieht (und nicht nur deswegen, weil Bert ihm gerade eine auf den Pelz gebrannt hat). “Ich bin krank,” keucht der Eremit und verlangt nach einem Doktor. Bert ist zwar prinzipiell hilfsbereit, aber er möchte ganz bestimmt nicht, dass der blutverschmierte Waldläufer ihm mit seinen Bazillen zu nahe kommt und verabreicht daher ein paar Warnschüsse, bis der Zausel wieder in einen Graben fällt und Bert abhauen kann.

Jeff und Marcy, die ihre Rammelorgie tatsächlich erfolgreich beendet haben, löschen dieweil Berts Feuer und machen dem verantwortungslosen Zündler wegen dessen unbeaufsichtigtem offenen Feuer und damit zur Schau gestellter Verantwortungslosigkeit zur Schnecke. Bert ist dadurch nicht motiviert, von seiner unheimlichen Begegnung der kranken Art zu berichten (na ja, ihr habt nicht wirklich geglaubt, ein Bengel wie Bert würde Hilfe holen, oder?).

Am Abend sitzt man ums wieder erzündete Lagerfeuer, röstet Marshmellows (insert your own Star Trek V-Joke here) und erzählt sich... Gruselgeschichten (nein, wie originell - das hab ich zuletzt erst in A Crack in the Floor gesehen). Paul erzählt den angeblich wahren Schwank vom Massaker auf der Bowlingbahn - ein geisteskranker Killer hat dort die komplette Belegschaft abgeschlachtet (und perfiderweise die Opfer zusehen lassen), sie verhackstückt und mit den Leichenteilen gebowlt. Mächtig scary mal wieder, trotz der bildhaften Beschreibung der Vorgänge (sogar das gleiche Stilmittel wie in A Crack in the Floor... tsk). Da kommt Besuch, ein zugekiffter Kerl mit seinem Köter Dr. Mumbo (“Ist er wirklich ein Doktor oder Professor?” fragt Blödschnepfe Marcy - sogar dem Kiffer dreht’s angesicht dermaßen offen zur Schau gestellter Totaldebilität die Augen raus: “Natürlich ist er ein Professor... ein Professor des Hundseins!) Der Stoner würde gern mitfeiern, aber darauf haben unsere Freunde keinen Bock. Zu Schade, meint der Kiffer, dann muss er das ganze schöne Gras ja alleine rauchen... Das ändert die Sachlage natürlich entscheidend und Justin aka Grim (weil das ist sein Skaterkampfname und als X-Games-Veteran braucht man so was) wird herzlich eingeladen. Besonders Karen ist vom Neuankömmling angetan. “Ich glaube, er wird sie ficken,” erzählt Bert Paul etwas, was der gar nicht hören will. Jeff und Bert schließen aus nicht wirklich dramaturgisch wichtigen Gründen eine Wette ab, für den Rest des Trips nur noch Bier zu trinken, dann bricht ein ominöser Gewittersturm los und verscheucht Grim, weil der nicht will, dass seine Campingausrüstung nass wird (hat 4000 Dollar gekostet, boah. Scheint wirklich ein Skate-Profi zu sein). Er verspricht aber, mit dem Gras umgehend zurückzukommen.

Der Strafzettel wegen eines gemeingefährlich dreckigen Autos ist Paul jedenfalls sicher...

Unsere Kids vertreiben sich die Zeit mit ihren schönsten Masturbationsgeschichten (es gibt Dinge, die ich eigentlich nie so genau wissen wollte, und wie andere Leute onanieren, ist auf der Liste ziemlich weit oben), da klopft es an der Tür. Man vermutet Grim draußen, doch es ist... der mittlerweile reichlich fertig aussehende Einsiedler, der zwischen seinen Gurgel- und Spotzlauten durchblicken lässt, dass er jetzt doch ganz gerne Hilfe annehmen würde - bis er Bert erkennt. Der haut die Türe zu: “Der ansteckende Fucker komm mir nicht ins Haus!” Besonders die Damen würden dem armen Mann zwar gerne helfen, aber der ist mittlerweile zur Selbsthilfe übergegangen und bemächtigt sich des Pick-uns unserer Freunde. Die Schändung des Automobils darf nicht ungestraft bleiben - die Herren der Schöpfung bewaffnen sich mit Gewehr, Stock und Baseballkeule und versuchen, den Einsiedler aus dem Auto zu entfernen und schrecken dabei auch vor Sachbeschädigung nicht zurück (erklärt das mal der Versicherung!). Bert schießt den Kühler kaputt (Intellenzler), der Einsiedler spuckt sämtliche erreichbaren Fensterscheiben blutig (iiih), rollt aus dem Auto, wird mit chemischer Keule angesprüht und von Paul schließlich angezündet - brennend und kreischend trollt sich der Todgeweihte in die Wälder.

Die Teens sind geschockt, besonders natürlich die sensitiven Mädchen. Der pragmatische Bert steht auf dem Standpunkt, so scheisse, wie der Kerl ausgesehen habe, hätte er eh nicht mehr lange gelebt. Zudem ist nun das Auto im Eimer, man muss also irgendwie zu Fuß Hilfe organisieren und dann eine einheitliche “es-war-nur-ein-Unfall”-Geschichte zu Protokoll geben (das ist auch nicht gerade die allerfrischeste Horrorfilmidee, oder?). Da heute eh nix mehr zu retten ist, haut man sich in die Koje, ist generell besorgt und, seitens Paul, träumt ein paar Flashbacks (da die betreffenden Szenen doch gut und gern drei Minuten her sind, sicher ein probates Mittel, um sie in Erinnerung zu rufen).

Da hat doch eindeutig der OB versagt... so machen Fingerspiele jedenfalls keinen Spaß...

Der nächste Morgen - das Auto ist eine einzige blutige Bescherung (sieht also ungefähr so aus, als hätte man dort eine Laienaufführung des Rasenmähershowdowns aus Braindead dort aufgeführt). Jeff und Bert machen sich auf, um Hilfe zu organisieren, Paul muss bei den Mädels bleiben, da er von seinen Geschlechtskollegen als “Pussy” und daher im Ernstfall wenig hilfreich eingestuft wird (hey -i immerhin hat Paule den Waldläufer angekokelt!). Marcy mag sich auf die Kompetenz der Männer nicht verlassen und macht sich auf eigene Faust auf, während wir sehen, dass der tote Einsiedler in einem stehenden Gewässer rumliegt - dummerweise das stehende Gewässer, aus dem u.a. die Hütte unserer Freunde ihr Trinkwasser bezieht (wie man uns seeehr subtil verdeutlicht, indem wir der Wasserleitung folgen, danke, ich hätt’s, glaub ich, auch so begriffen).

Und, man soll’s nicht glauben, dort, in der Hütte, reicht Paul gerade der von den Vorgängen der vergangenen Nacht emotional leicht beeinträchtigten Karen ein Beruhigungsglas kaltes klares Wasser! Uaaaah!

Jeff und Bert sind mittlerweile an einer Farm eingetroffen und beobachten, wie die dortige Bäuerin gerade ein Schwein schlachtet - inkl. herausquellender Schweinegedärme (yummy). Soweit, so vielleicht noch zu erwarten, aber dass die Bauersfrau jähzornig die arme Sau als Punchingball missbraucht, damit musste man nicht unbedingt rechnen. Als sie die beiden Teens bemerkt, erklärt sie schreiend, dass das Fleisch “krank” sei und man ja wohl nicht erwarten könne, dass sie das esse (durchaus vernünftige Einstellung). Jeff und Bert geht der Arsch schon auf Grundeis, weisen aber trotzdem darauf hin, dass sie einen Mechaniker brauchen. Die Bauersfrau bleibt abweisend, bis Jeff einfällt, dass sie einen gewissen Murray kennen würden (he? Murray? Who da fuck is Murray? Der Weihnachtsmann aus dem Store?) “Das hättet ihr gleich sagen sollen,” verwandelt sich die Bäuerin in eine Grinsekatze und ist sofort bereit, ihr Funkgerät auszupacken und eine hilfreiche Hand herbeizurufen. Jeff und Bert liefern eine FSK-16-Fassung der nächtlichen Ereignisse, wonach ein verrückter Einsiedler sie angegriffen habe. “Doch nicht etwa Harry?” wundert sich die Farmerin, “der würde so was nie tun!” Denn der ist ihr Cousin - und das Foto auf der Kommode ist der Visage des Angezündeten doch sehr ähnlich. Aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen werden Jeff und Bert dadurch voll panisch, verändern quick ihre Story auf “nein, nein, es war Walter, ein Freund von uns” (Einsiedler, eh?) und verpissen sich schnellstmöglich und zur größeren Verwunderung der Farmersfrau (und zu meiner - okay, also ist der Tote ihr Cousin Harry, aber das weiß die Frau ja nicht und wird’s so schnell auch nicht rausfinden, bis der Kadaver gefunden wird. Bis dahin wären unsere Teens bei erfolgter Autoreparatur aber doch längst wieder über alle Berge?).

Buaaah, ist das *eklig*... und er hat gerade seine Hände drin gebadet... YUCK!

Marcy hat irgendwo ein Kanu gefunden und setzt sportlich über den See. Am anderen Ufer steht ein Ferienhaus, das von ihr einer näheren Untersuchung unterzogen wird. Jeff und Bert sind da auch schon (sehr verlassene Gegend, wirklich, alle Nase lang steht da ‘ne Hütte rum) und Bert kann sich natürlich einen idiotischen false scare nicht verkneifen. Nützliches wie Telefon o.ä. ist aber nicht aufzufinden, ebenso wenig wie ein Bewohner, so dass Bert, being the irresponsible jerk, nichts schlechtes daran findet, eine Tüte Chips aus den dortigen Vorräten zu mampfen (yeah, he’s a dickhead).

Auch Paul bekommt Besuch - vor der Türe steht doch tatsächlich ein waschechter Cop auf Fahrrad-Patrouille, Deputy Winston (hm, auf seinem Namensschild steht Olson. Wahrscheinlich redet man sich in Inzucht-County mit dem Vornamen an, weil eh alle den gleichen Nachnamen haben, har-har). Paul erzählt eine leicht bearbeitete Version des Vorfalls, Winston ist extrem verständnisvoll - jedes zweite Wort, das dem schon leicht inzüchtig aussehenden Uniformträger entfährt, ist “Party”. Die Kids sollten sich doch keine Sorgen machen, sondern PARTY feiern, und ja nicht den Urlaub vorzeitig abbrechen, sondern PARTY feiern, denn überhaupt sei die Stadt hier PARTYtown schlechthin und er selbst der absolute PARTYcheffe usw. usf. (Pauls Gesichtsausdruck, als hätte er in eine Zitrone gebissen, ist beinahe priceless), und einen Abschleppwagen werde er auch schon am nächsten Morgen vorbeischicken (“Sehe ich aus wie ein Idiot?” fragt Winston leichtsinnigerweise. Ehrlich gesagt, er, schon....). Winston radelt vom Acker, die Kamera pannt noch einmal äußerst ominös auf Karens Wasserglas...

Später - Bert und Paul putzen das Auto (ist auch nötig, hehe), werden aber von Dr. Mumbo erschreckt, der ohne seinen Besitzer recht angriffslustig vorbeischaut. Marcy verjagt den Wuff mit einem Gewehrschuss. Boah, das war mal wieder intense.

Angesichts des wildernden Wauwaus vermutet Jeff, dass Grim bereits hinüber ist - diese Aussichten führen dazu, dass allgemein doch baldestmöglicher Aufbruch beschlossen wird. Bert meint, er könne den Wagen wieder in einen fahrbereiten Zustand versetzen (hm, ich hätte eigentlich vermutet, das Versetzen in einen nicht fahrbereiten Zustand wäre seine Spezialität), aber nur, falls jemand mit dem Gewehr auf seinen dicken Hintern aufpasst, solange der bissige Hund noch rumstrolcht (man, what a coward). Karen fühlt sich kränklich (oh weia) und Marcy will baden (meinetwegen).

So´ne blutrote Strumpfhose wirkt doch wirklich sexy, oder? :-)

Karen legt sich in die Heia und der fürsorgliche Paul bringt ihr noch ein Wässerchen. Die Kranke will nicht alleine bleiben und lädt Paul, der sein Glück kaum fassen kann, dazu ein, sich mit ihr in die Bettstatt zu legen und zu kuscheln. Karen schläft schnell den Schlaf der Ungerechten und Paul kann’s nicht lassen und muss die Situation ausnutzen (Schwanzdenker!) - er beginnt mit den Fingern Karens Intimregionen zu erkunden (unter der Bettdecke, ihr Ferkel!). Die splodderrotz-Geräusche erwecken unseren Verdacht und als Paul seine Hand unter der Decke hervorzieht - ist sie BLUTIG!!! Wuhaaa! (Man, vielleicht hat Karen nur ihre Tage...) - er schlägt die Decke zurück, iiih, wie eklig, alles untenrum bei Karen ist blutbeschmoddert und irgendwie eklig-blasig. Bäääh. Panisch rennt Paul ins Badezimmer, doch das hat Karen auch schon großflächig mit ihrem Lebenssaft eingesaut (hielt sie aber wohl nicht der Erwähnung wer... dumme Kuh). PANIK! Besonders bei Bert, der erstaunlicherweise als erster 2+2 aufaddiert und herausbekommt, dass Karen mit dem, was schon den Waldmenschen so unchic hat aussehen lassen, infiziert ist. “Die kommt mir nicht zu nahe”, blökt er und schließt die leidend aussehende Karen in ihrem Zimmer ein.

In einem seltenen Anfall von Rationalität untersuchen sich die noch Un-Infizierten gegenseitig auf Symptome (inwieweit es hilfreich ist, dass sie die jeweiligen Intimbereiche, wo sich zumindest bei Karen die Seuche ja zunächst mal gemeldet hat, aussparen, lassen wir an dieser Stelle einmal offen); zur Reduktion des Ansteckungsrisikos wird die arme Karen in die der Hütte angeschlossene Rumpelscheune ausgelagert - immerhin stiftet man ihr eine Matratze und eine Decke zum Vollsauen. Karen ist wenig begeistert: “Fuck you guys!”

Paul armiert sich mit der Baseballkeule (schon mal interessant, warum ein paar Teeanger, die in die Wälder fahren, überhaupt ein Ballschlagrundholz mit sich führen, und genauso interessant ist die Tatsache, dass die Microsoft-Rechtschreibprüfung das Wort “Ballschlagrundholz” akzeptiert...) und macht sich auf die nächste hilfesuchende Exkursion. Die mitfühlende Marcy bringt Karen was zum Spachteln, aber das einkerkerte Girl ist undankbar bis sarkastisch. Paul erreicht mal spätabends ein Haus (ich sag ja, die Gegend ist fast so verlassen wie Berlin-Charlottenburg), stellt sich vors Fenster und beobachtet in Verkennung der Prioritäten eine sich nackt im Bett räkelnde Dame. Der Ehemann derselben findet es irgendwie nicht wirklich lustig, dass ein wenig vertrauenerweckender Kerl mit Baseballschläger vor dem Fenster seiner Angetrauten rumsteht und reinspäht und Volldrömel Pauls halbherzige Erklärungsversuche, dass er für seine kranke Freundin einen Arzt brauche, hält der Männe vermutlich für die blödeste Ausrede seit Erfindung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Bevor er mit der Schrotflinte eins vor den Latz geballert bekommt, haut Paule lieber ab und erweist sich als vermutlich blödester Idiot der Weltgeschichte, seit Claudia Nolte vor der 98er-Wahl ihr kleines Missgeschick mit der Mehrwertsteuererhöhungsverplapperung passierte und erzählt seinen Freunden nicht etwa, dass er jemanden gefunden habe, der evtl. helfen könnte, wenn man NICHT vor dem Fenster seiner Alten steht und der auf die Titten glotzt - ich meine, es stellt ja nun nicht gerade die größte Denksportaufgabe aller Zeiten dar, auf die Idee zu kommen, jemand anderes, z.B. Marcy, hinzuschicken, oder? Wenn ich’s nicht eh schon wüsste, würde ich sagen, ihr verdient, was ihr bekommt, Deppen!

Man tut gut daran, das Warnschild zu beachten...

Das Abendessen bietet Anlass für weitere Ruppigkeiten. Jeff, der mittlerweile auf dem Michael-Jackson-Trip ist und sich ständig ein Taschentuch vor Mund und Nase presst, weigert sich, etwas zu essen, das von jemandem zubereitet wurde, der vorher vielleicht mal Karen angetatscht hat, bricht einen Streit mit Bert vom Zaun, so dass Paul zeigen kann, dass er doch kein Weichei ist und die beiden Streithammel zur Räson bringt. Bert nippt an einem Wasser, verliert damit die Wette und unterzeichnet sein Todesurteil. Der tolle Hund (toll im Sinne von “rasend”, nicht von “super”, gelle) versucht, sich in Karens Schuppen durchzubeißen, wird erneut per Schuss verjagt. Karen gibt auf Anfrage nur Stöhngeräusche von sich, nachkucken will aber auch keiner so wirklich (Freunde in der Not).

Ein neuer Tag bricht an - Bert bekommt den Pick-up zum Laufen und bläst zum Abmarsch, doch während Paul und Marcy ohne Rücksicht auf eigene Ansteckung die vom Nabel abwärts extrem blutige Karen anschleifen, beginnt Bert verdächtigerweise zu husten und entdeckt auf seinem Bauch die ersten Anzeichen der geheimnisvollen Infektion... shudder! Jeff hält die Abfahrt entscheidend auf, weil ihm keine der vorgebrachten Alternativen, wo denn Karen verstaut werden soll, so recht gefällt (auf die Ladefläche, oder? Ist doch gar kein Vertun!). Schließlich wird entschieden, dass Karen auf den Beifahrersitz soll (was ich für die so ziemlich blödeste Idee halte), kaum sitzt sie da, kotzt sie die ganze Windschutzscheibe voll Blut. Bert hat die Schnauze voll, schubst Karen raus und düst alleine ab (auch ein echter Musketier).

Jeff hat nun auch die Faxen dicke, plündert den Kühlschrank und macht sich mit zwei Sixpacks Bier auf, ebenfalls alleine, aber per Pedes, sein Glück in der Welt zu versuchen. Paul und Marcy transportieren Karen zurück in den Schuppen. Marcy lässt bereits alle Hoffnung fahren: “Wir werden es alle kriegen!” (Tjaja, früher oder später kriegen wir euch- mit Danone Joghurt). Der flüchtige Bert stellt fest, dass er im Nacken blutet (uh-oh).